Schwere depressive Störung
Eine schwere depressive Störung ist eine Form der Depression. Die Beschwerden schränken den Alltag deutlich ein, und Betroffene fühlen sich oft niedergeschlagen, antriebslos und erschöpft.
Medikamente bei Schwere depressive Störung

Brintellix
5 · 10 · 20mg
Brintellix ist als Generikum mit Vortioxetin in Tabletten zu 5, 10 oder 20 mg erhältlich, bei schweren Depressionen; Vortioxetin wirkt auf mehrere Serotonin-Rezeptoren.

Wellbutrin
150 · 300mg
Wellbutrin ist als Generikum mit Bupropion in Tabletten zu 150 oder 300 mg erhältlich, bei Depressionen und zur Raucherentwöhnung; Bupropion wirkt nicht auf Serotonin, anders als viele Antidepressiva.
Das Wichtigste in Kürze
- Die Niedergeschlagenheit hält über Wochen oder Monate an, nicht nur über wenige Tage.
- Depression ist eine echte Erkrankung und kein Stimmungstief, das sich durch Willenskraft abschütteln lässt.
- Dazu kommen körperliche Beschwerden wie Erschöpfung, schlechter Schlaf, Appetitlosigkeit und unklare Schmerzen.
- Vermutlich wirken genetische, biologische, umweltbedingte und psychische Faktoren zusammen. Ein familiäres Vorkommen kann die Wahrscheinlichkeit erhöhen.
Medikamente bei schwerer depressiver Störung
Cipralex enthält Escitalopram, Brintellix Vortioxetin, Wellbutrin Bupropion und Zoloft Sertralin. Alle vier sind Antidepressiva und liegen als Tabletten vor. Cipralex und Brintellix gibt es in Stärken von 5, 10 und 20 mg, Wellbutrin mit 150 und 300 mg, Zoloft mit 25, 50 und 100 mg.
Escitalopram, Vortioxetin und Sertralin wirken über den Botenstoff Serotonin, Bupropion eher über Noradrenalin und Dopamin. Auch die möglichen Nebenwirkungen unterscheiden sich. Welcher Wirkstoff im Einzelfall passt, hängt vom Beschwerdebild ab.
Bei mittelschwerer bis schwerer Depression wird oft eine Kombination aus Psychotherapie und einem Antidepressivum empfohlen. Auch Veränderungen im Alltag gehören zur Behandlung. Einzelheiten zu den Wirkstoffen stehen unter Escitalopram und Sertralin.
Antidepressiva können Suizidgedanken besonders in den ersten Wochen und bei jungen Erwachsenen verstärken. Wenn Sie solche Gedanken haben, wenden Sie sich sofort an Ihre Ärztin, Ihren Arzt, den ärztlichen Notfalldienst oder den Notruf.
Weiterführende Informationen
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